#Bauscham: Klimaschutzgesetze müssen Bauwut bremsen

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Screenshot der Web-Suche nach #SUVscham und #Flugscham.

Wenn ab dem 20. September „fridays for future“ zu Aktionstagen aufruft und die Bundesregierung über Klimaschutzgesetze verhandelt, dann wird zweifellos wieder vom Fliegen geredet, von SUVs und vom Fleischessen. Das spiegelt sich in Begriffen wie Flugscham, und bei Websuchen findet man auch SUV-Scham und Kreuzfahrtscham. Bisher fehlte allerdings #Bauscham: Niemand sollte stolz darauf sein, gebaut zu haben – wegen des Klimas kann man sich dafür ebenso schämen wie für Autofahren und Fleischessen.

Zum Sündenregister des Bauens zählt:

  • Der Abbau von Sand für die Betonherstellung zerstört die Natur, teilweise verschwinden Strände und ganze Inseln versinken.
  • Um Kies für Beton zu bekommen, werden Wälder abgeholzt, wie zum Beispiel nahe bei München geplant im Planegger Holz und im Forst Kasten.
  • Nicht zuletzt belastet die Betonherstellung das Klima durch die energieaufwändige Zementherstellung: Sie verursacht zwei Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen und acht Prozent der globalen, sagt der WWF in seiner aktuellen Publikation „Klimaschutz in der Beton- und Zementindustrie“ (online verfügbar, pdf öffnet direkt).

Zwar kann man vermeintliche „Energiesparhäuser“ bauen, doch sollte man sich von dieser Bezeichnung nicht verwirren lassen: Energiesparhäuser sparen keine Energie, sie verbrauchen nur weniger Betriebsenergie (vor allem Heizenergie) als andere Häuser. In einer ganzheitlichen Lebenszyklusanalyse ergibt sich daraus aber, dass der größte Energieaufwand und die größte Treibhausgasemission durch das Bauen selbst entsteht, durch die Erstellung von Gebäuden. Darum gilt: Massiver Neubau ist massive Klimazerstörung!

Deswegen ist nicht nur #Bauscham angesagt, sondern Weiterlesen

Blogroll überarbeitet: neue Stadtwandel-Links

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Screenshot der Links auf der Blogroll dieses Blogs.

Blog und Webseite zu betreiben ähnelt manchmal einer Sisyphosarbeit: immer wieder gibt es etwas zu aktualisieren und zu verbessern. Diesmal habe ich mich an die Blogroll gemacht, der Überblick zu Links zum Stadtwandel. Die Seite beginnt mit einer Übersicht aller Gesprächspartner im Podcast „Wahrheit beginnt zu zweit“, die leider nicht mehr übersichtlich war, weil im Laufe der Zeit so viele Gespräche stattgefunden haben. Das ist nun gestrafft und korrigiert, und bei der Gelegenheit habe ich alle Links überprüft und unaktuell gewordene rausgeworfen.

Das gilt erst recht für die Links rund um den Stadtwandel, zu einigen Online-Medien und einer Reihe von lokalen Initiativen, zu denen Weiterlesen

Bauverbot, Stadtwandel und Willkommensstadt in Erlangen, Oldenburg, Gelsenkirchen, Dortmund, Karlsruhe und Kiel: Vorträge und Diskussionen Herbst 2019

Foto Deutscher Nachhaltigkeitstag

Bei einer Diskussion auf dem Deutschen Nachhaltigkeitstag (Foto c Frank Fendler).

Die sechs öffentlichen Auftritte im Herbst sind wie ein Schnelldurchgang durch drei Bücher und ein Forschungsprojekt mit einem Bonustrack: Mit letzterem fängt es an, denn es ist eine ungewohnte Umgebung – das Erlanger Poetenfest, bei dem Weiterlesen

Neu: Stadtwandel auf Instagram

Screenshot Instagram Stadtwandel

Die ersten Bilder auf dem Instagram-Account „Stadtwandel“, der jetztb gestartet ist. Alle Fotos Daniel Fuhrhop.

Es ist eine Spielerei mit einem lockeren Bezug zu dem, was auf diesem Blog geschieht: unter dem Namen Stadtwandel habe ich jetzt auf Instagram gestartet. Die Fotos zeigen „zweimal Stadtwandel: Was mir so begegnet beim Wandeln durch die Stadt oder beim Wandel der Stadt.“

Es sind also keine Fotos als Bericht zu einem bestimmten Thema, wie sie Weiterlesen

Bauüberfluss 2018 in Hamburg: etwa 5.000 Wohnungen zu viel gebaut

Elbphilharmonie Hamburg

In Hamburg ist noch viel Platz für alteingesessene und für zugewanderte Hamburgerinnen und Hamburger, wie neue Zahlen verraten. Foto: Daniel Fuhrhop

Deutschland
Vor einem Monat habe ich in diesem Blog die vielzitierten Zahlen zum Bauüberfluss 2018 veröffentlicht, demzufolge im vorigen Jahr in Deutschland insgesamt deutlich mehr neu gebaut wurde, als wegen des Zuwachses der Bevölkerung nötig gewesen wäre: 172.000 Wohnungen zu viel nach einem Vergleich des Zuwachses der Bevölkerung mit den Baufertigstellungen; korrigiert um den Wohnungsabgang (also Abrisse) ergibt das in weiterer Näherung etwa 150.000 Wohnungen zu viel. Nun liegt zwar der Wohnungsabgang real etwas höher, wie nachträglich angemerkt, weil nicht alle Bundesländer diesen komplett erfassen, aber selbst wenn um den Faktor 3 oder gar 4 mehr abgerissen worden wäre, es entstanden auf jeden Fall rein rechnerisch zu viele Wohnungen – was zeigen soll, dass Neubau unsere Probleme nicht löst, sondern wir uns um das Wo und Wie des Wohnens kümmern sollten.
Mit dem Wie des Wohnens ist die Verringerung von Haushaltsgrößen gemeint, weshalb alle Möglichkeiten gefördert werden sollten, wie Menschen zusammenrücken und Wohnraum teilen. Das Wo des Wohnens bezieht sich auf die regionale Ungleichheit zwischen boomenden Metropolen mit Wohnungsmangel und Schrumpfungsgegenden mit Leerstand – dieser Frage widmet sich ausführlich mein Buch zur Willkommensstadt – Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden mit einer historischen Betrachtung von Wanderungen nach Deutschland. Zurück zur Lage heute bedeuten die Zahlen: wir haben mehr als genug Platz, wenn wir ihn richtig nutzen.

Hamburg
Im Artikel zum Bauüberfluss 2018 in Deutschland lieferte ich auch Zahlen zu Berlin, und selbst dort wurde rein rechnerisch ein bisschen zu viel gebaut (die Verteilung ist eine ganz andere und natürlich entscheidende Frage). Nun hat die Immobilien Zeitung auf neue Zahlen zu Hamburg hingewiesen, und Weiterlesen

Stadtwandel-Texte und Bauverbot-Berichte: Deutschlandfunk Kultur, Energie-Perspektiven, Naturschutz heute, n-tv.de, Süddeutsche Zeitung, Schrot & Korn, Wohnungsbaugenossenschaften, ZDF aspekte

Baukran

Noch hat sich die Forderung, das Bauen zu verbieten, nicht überall durchgesetzt. Foto: Daniel Fuhrhop.

In der Sommerpause hat sich eine Reihe von Texten und Berichten über meine Bücher und Texte angesammelt oder solche mit Erwähnungen am Rande, die auch sonst lesenswert sind. Beginnen wir mit einem eigenen Text:

Poltisches Feuilleton im Deutschlandfunk Kultur

Unter dem Titel „Wohnungsmangel: Bauboom ist die falsche Antwort“ schüttle ich althergebrachte Dogmen durch. Der Vier-Minuten-Radiobeitrag wurde am 23. Juli gesendet und lässt sich hier anhören. (Weitere Texte von mir auf meiner Webseite)

Berichte zu Bauen und Wohnen von der Schublade bis zum Stadtviertel

Für Aufsehen gesorgt hat meine Zahl vom Bauüberschuss, demzufolge 2018 etwa 150.000 Wohnungen zuviel gebaut wurden (Artikel Weiterlesen

Anti-München-Werbung durch Horst Seehofer?

Grafik zu Wohnungsleerstand

Eine von 56 Deutschlandkarten zur regionalen Ungleichheit (link im Text unten) zeigt den Wohnungsleerstand.

Man muss auch gönne könne, heißt es im Rheinland, darum an dieser Stelle ein Lob an Horst Seehofer: gemeinsam mit den Ministerinnen Julia Klöckner und Franziska Giffey stellte er eine Studie zu ungleichen Lebensverhältnissen in Deutschland vor, die viele gute Ideen enthält und einige konkrete Ankündigungen. Zu letzteren zählt der Plan, eine THW-Schule in Brandenburg an der Havel anzusiedeln und eine Polizeischule in Görlitz. Der Bund handelt hier vorbildlich, und ja, ein ähnliches Lob verdiente sich ebenfalls die CSU unter dem damaligen Innenminister Markus Söder im Buch Verbietet das Bauen! für den Plan, ab 2015 insgesamt mehr als fünfzig Ämter und Behörden zu verlagern (siehe Werkzeug Nr. 43 „Umzüge fördern regional“).

Es gibt viel Platz in manchen unterschätzten Gegenden: Dort stehen Wohnungen leer, wie die Karte oben zeigt – das Institut der Deutschen Wirtschaft schreibt in einer neuen Studie, es stünden inzwischen knapp zwei Millionen Wohnungen in Deutschland leer. Wenn nun die spontane Entgegnung kommt, in solchen Gegenden gebe es nunmal keine Arbeitsplätze, dann zeigt eine weitere aktuelle Studie des IW ganz im Gegenteil, dass in den Schrumpfgegenden Menschen fehlen. Ganz so, wie es Weiterlesen

Bauüberfluss 2018: Es wurden rechnerisch 172.400 Wohnungen zuviel gebaut

Grafik zum Bauüberfluss

Der Bauüberfluss 2018 beträgt rechnerisch 172.400 Wohnungen – sie wurden im letzten Jahr zuviel gebaut. Den Begriff Bauüberfluss definiere ich so: Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Einwohner Deutschlands um 227.000 auf über 83 Millionen (Statistisches Bundesamt). Da ein Haushalt im Durchschnitt von 2,0 Personen bewohnt wird, hätten für die zusätzlichen Einwohner nur 113.500 Wohnungen neu gebaut werden müssen. Tatsächlich aber gab es im letzten Jahr Baufertigstellungen von 285.900 Wohnungen (ebenfalls Statistisches Bundesamt) – den über den rechnerischen Bedarf hinaus entstandenen Neubau von weiteren 172.400 Wohnungen bezeichne ich als Bauüberfluss.

Zwar liegen die Zahlen des Wohnungsbestands für Ende 2018 noch nicht vor, bei denen auch der Abriss berücksichtigt wird. Dieser lag 2017 bei etwa 20.000 Wohnungen, so dass inklusive Ersatz abgerissener Wohnungen selbst der korrigierte Bauüberfluss im vorigen Jahr bei über 150.000 läge (Nachtrag 9. August 2019: die Zahl von 20.000 abgerissenen Wohnungen stammt zwar vom Statistischen Bundesamt, ist aber zu niedrig , denn die Abrisse („Wohnungsabgänge“) werden je nach Bundesland nicht alle erfasst. Aber selbst wenn doppelt oder sogar dreimal so viel abgerissen worden sein sollte, ändert das nichts am Bauüberschuss, nur an seiner Höhe). Entgegen vielfach verbreiteter Meldungen wurden also rechnerisch nicht zu wenig Wohnungen gebaut, sondern im Gegenteil etwa 150.000 zuviel. Diese zuviel gebauten Wohnungen sind eine ökologische und ökonomische Katastrophe: Der einmalige Energieaufwand, um neu zu bauen, liegt bei modernen Häusern oft höher als die gesamte Heizenergie, die in deren Lebenszeit von fünfzig und mehr Jahren erforderlich sein wird. Massiver Neubau bedeutet massive Klimazerstörung.

Genug gebaut in Berlin

Sogar in Berlin wurden rechnerisch 2018 genug Wohnungen gebaut, denn Weiterlesen

Neue Seiten: OptiWohn und Ökologische Ökonomie

Screenshot OptiWohn an der Universität

Screenshot der neuen Seite zum OptiWohn-Forschungsprojekt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Beim Forschungsprojekt OptiWohn arbeite ich seit Mai mit, wie hier berichtet, und darum gibt es jetzt einige neue Seiten:

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Verschreckt ein Mietendeckel Investoren?

Geld

Wenn derzeit das Land Berlin erwägt, noch über die Mietpreisbremse hinaus sämtliche Mieten für fünf Jahre festzusetzen und keine Erhöhungen zu erlauben, verschreckt das dann nicht Investoren? Diese Frage diskutierte ich mit einer Journalistin von Radio Bremen Zwei anlässlich eines Interviews, und meine Antwort lautet: Na hoffentlich verschreckt ein Mietendeckel Investoren! Entgegen verbreitetem Irrglauben lindern Investitionen in Immobilien nicht den Wohnungsmangel in Großstädten:

  • Wenn Altbauten gekauft werden, dann führt das häufig zur Luxusmodernisierung, nach der dann eher weniger Menschen in den Häusern wohnen als vorher, also der Wohnungsmangel sogar steigt.
  • Wenn Investoren neu bauen, dann meist teuer, so dass der Mietspiegel und damit auch Altbaupreise steigen, und wir landen beim gleichen Effekt; auch dann leisten sich in teuren Neubauten ebenso wie in teuren Altbaulofts oft nur Reiche eine Zweit- und Drittwohnung.

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Erweiterte Neuauflage „Einfach anders wohnen“: Teil 3 Umzugshilfen & Wohnungstauschbörsen

In drei Teilen erscheinen hier auf dem Blog die neuen Inhalte der erweiterten Neuauflage des Ratgebers „Einfach anders wohnen“: Im ersten Teil gab es einen Überblick und acht neue Fotos, im zweiten Teil das neu formulierte Raumwunder Nr. 42 „Sich Mieter vermitteln lassen“.

Niemand möchte in eine kleinere Wohnung ziehen und danach mehr zahlen als vorher. Um das zu verhindern, machen einige Wohnungsgesellschaften und Kommunen gute Angebote – viele neue Beispiele nennt in der Neuauflage von „Einfach anders wohnen“ der Serviceteil (siehe unten), aber hier erst die beiden Raumwunder Nr. 43 & Nr. 44 Umziehen & Wohnungstausch:

Auszug Buch

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Mit einem Youtoube-Video die Klimazerstörer zerstören

Vor ein paar Tagen sagte meine Tochter zu mir, es gebe da dieses Video eines Youtubers, das mich interessieren könnte – weil ich mich doch auch gegen die Klimazerstörung einsetze und mit den Alternativen zur Bauwut den klimaschädlichen Neubau überflüssig machen möchte. Also wollte ich nur mal kurz reinschauen, was Rezo sagt, und habe dann die vollen 55 Minuten angesehen: In einer wunderbaren Klarheit benennt er schonungslos die Versäumnisse von CDU und Co beim Klimaschutz, belegt es ausführlich mit Quellen, und wenn es auch hier und da ein jugendtypisches „fucking“ zu hören gibt, lässt es sich doch sehr gut anhören:

Inzwischen gibt es zahlreiche Kommentare und Artikel dazu, einige unbeholfene Reaktionen und einiges an dummen Entgegnungen, und ich habe mir verschiedene Faktenchecks durchgelesen, auch von konservativen Medien, und unter dem Strich gibt es vor allem zum Klimaschutz im Wesentlichen Zustimmung, beim Thema gesellschaftliche Gleichheit werden einige Fakten anders interpretiert (absolute oder relative Einkommensänderungen zum Beispiel), nur bei kleinen Details wird etwas korrigiert, und bei weiteren Themen stellen manche die Frage, inwiefern die CDU als Hauptverantwortliche genannt werden dürfe oder ob es nicht auch die SPD oder das System oder andere Staaten sein müssten. Für mich aber bleibt das Video vor allem zum Klimaschutz ein wichtiges und deutliches Zeichen, endlich zu handeln… und die richtige Wahlentscheidung zu treffen. Gehen Sie wählen. Geht wählen.

Ihr und Euer Daniel Fuhrhop

Erweiterte Neuauflage „Einfach anders wohnen“, Teil 2: Neues Raumwunder Nr. 42 „Sich Mieter vermitteln lassen“

Der Ratgeber „Einfach anders wohnen“ ist in erweiterter Neuauflage erschienen – und die neuen Inhalte gibt es in drei Beiträgen hier auf dem Bauverbot-Blog. Im ersten Teil gab es einen Überblick und acht neue Fotos, diesmal dreht es sich um das neu formulierte Raumwunder Nr. 42 „Sich Mieter vermitteln lassen“. Dazu nun das Raumwunder aus der Neuauflage:

 

Auszug Buch Weiterlesen

Erweiterte Neuauflage „Einfach anders wohnen“! Teil 1: Neue Fotos

Stapel Einfach anders wohnen

Sieht zum Verwechseln so aus wie die Erstauflage, doch es ist die erweiterte Neuauflage des Ratgebers „Einfach anders wohnen“ mit neuen Tipps zum Platzsparen und Zusammenwohnen.

Gut ein Jahr nach Erscheinen der Erstauflage von „Einfach anders wohnen“ ist diese ausverkauft – vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben! Soeben ist im oekom Verlag eine Neuauflage erschienen, und damit Gutes noch besser wird, haben wir sie um einige Inhalte erweitert. Nun soll niemand unbedingt die Neuauflage kaufen müssen, der die Erstauflage besitzt, darum werden in drei Folgen auf diesem Blog die wichtigsten Neuheiten kostenfrei gezeigt. Es beginnt mit den Fotos, aber zuvor ein Wort zu den weiteren Verbesserungen:

  • Das Raumwunder Nr. 42 ist umbenannt und umgeschrieben zu „Sich Mieter vermitteln lassen“. Schon bisher war mit „Konstanz 83“ eine Initiative vorgestellt, die Wohnraum an Flüchtlinge vermietet, indem sie sich intensiv um die Vermittlung kümmert, so dass jede Vermieterin weiß, mit wem sie es zu tun hat. Nach diesem Vorbild startete nun das Netzwerk „Raumteiler Baden-Württemberg“, in dem sich zwanzig Kommunen verbinden, in denen Vermittler Wohnungen für alle Menschen organisieren, die ihn besonders nötig haben und die sich auf dem freien Markt schwer tun. Diese und weitere soziale Wohnraumvermittler werden nun im Ratgeber genannt, als Service für jeden, der schlechte Erfahrungen mit Mietern machte, und sich über verlässliche Vermittler und Kümmerer freut.
  • Ebenfalls erweitert ist der Serviceteil zu den Raumwundern Nr. 43 „Umziehen“ und Nr. 43 „Wohnungstausch“: Jetzt nennt der Ratgeber an die dreißig Kommunen und Wohnungsgesellschaften, die Umzug erleichtern, sei es durch Umzugsprämien, durch Tauschbörsen oder besondere Mietkonditionen.

Mit den Hinweisen auf Umzugshilfen, Vermieterprämien und Untermiete (durch eine aktualisierte Liste aller Programme von „Wohnen für Hilfe“) gibt der Ratgeber Tipps zu genau den Themen, um die es auch im Forschungsprojekt OptiWohn geht, an dem ich ab jetzt drei Jahre lang mitwirke, wie kürzlich auf diesem Blog und jetzt auch auf meiner Webseite beschrieben. Eine Auswahl der Forschungsprojekte und der praktischen Projekte stelle ich in einem neuen Vortrag vor (Termine hier, Kontakt dort).

Nun aber zu den insgesamt acht neuen Fotos: Zu manchen Themen gab es in der Erstauflage vier oder gar sechs Motive, und einige davon sind in der Neuauflage durch Bilder von anderen Beispielen ersetzt. Es fängt an mit den Möbeln auf Seite 30 Weiterlesen

Mein Ausflug in die Wissenschaft: Einfach anders wohnen mit dem Forschungsprojekt OptiWohn

Foto Uni Oldenburg

In den kommenden drei Jahren werde ich (auch) dort tätig sein: an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Foto: Daniel Fuhrhop.

Wer Neubau kritisiert, sollte zeigen, dass es auch ohne geht – dieser Leitidee folgte bereits das Buch „Verbietet das Bauen!“ mit der Liste der 50 Werkzeuge, die Neubau überflüssig machen. Manche haben diese konstruktiven Vorschläge vielleicht aufgrund des provokativen Titels übersehen, auch deswegen folgte als drittes Buch 2018 „Einfach anders wohnen“ als praktisches Programm des Platzsparens und des Zusammenwohnens, in dem der Begriff Suffizienz nicht einmal genannt wird, und das doch ein Suffizienzprogramm vorstellt mit 66 Raumwundern. Insofern ist es nur konsequent, wenn ich ab jetzt für drei Jahre an einem Forschungsprojekt mitwirke, das einige der Werkzeuge und Raumwunder praktisch erprobt: „OptiWohn“ zur optimierten Wohnraumnutzung startet mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie sowie mit werk.um-Architekten, und das Projekt schafft drei Stellen in den Modellkommunen Göttingen, Köln und Tübingen, die gemeinsam mit lokalen Partnern Angebote vor allem für jene älteren Menschen gestalten sollen, die allein im großen Haus wohnen und sich eine Veränderung wünschen.

Das kann Umbau sein (mit den Projektarchitekten werk.um und Arne Steffen), Umzug (wie im Ratgeber „Einfach anders wohnen“ beschrieben in den Raumwundern 43 und 44) oder Untermiete. Zu letzterem gehört das Modell „Wohnen für Hilfe„, bei dem meist junge Leute bei älteren Menschen wohnen und dafür nicht in Euro zahlen, sondern in Hilfsstunden beim Einkaufen oder im Haushalt. Den Vermittlungsstellen von „Wohnen für Hilfe“ widmet sich mein persönlicher Forschungsschwerpunkt: Weiterlesen

Willkommen in der Provinz: Wohnungen und Arbeitsplätze warten schon

Bild Strand

Ob Nordsee oder Ostsee, am Meer kann man schön urlauben – doch vielen Hotels und Restaurants fällt es schwer, Mitarbeiter zu finden.

Es bringt alles nichts, das ganze Fördergeld, die viele Mühe – überlassen wir den ländlichen Raum im Osten sich selbst und stecken das Geld lieber in die wenigen Städte dort, auf dass die bald ebenso boomen wie die Hochschulorte und Boomtowns im Westen. Das war kurz gefasst der Tenor einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle, wobei genau genommen am drastischsten die Äußerungen über die Studie klingen (etwa im Tagesspiegel), während sich die Studie selbst nicht ganz so extrem liest (direkt zur Studie geht es hier). Wo eine Studie, da ist die Gegenstudie nicht weit, und begleitet von intensiven Diskussionen (etwa hier)erschien eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, der zufolge es durchaus Sinn mache, auch ländliche Gegenden im Osten zu fördern (zu dieser Studie geht es hier).

Eigentlich verwundern solche Diskussionen, denn es liegen genug Vorschläge auf dem Tisch, Weiterlesen

Marktwirtschaft reparieren

Cover Buch Marktwirtschaft reparieren

In der Praxis zeigt die Marktwirtschaft Schwächen: „Soziale Ungerechtigkeit, ökologischer Raubbau, entfremdete Arbeit, Lobbyismus, Korruption und Gier“ listen Oliver Richters und Andreas Siemoneit auf, und doch lohnt es sich ihnen zufolge, die Marktwirtschaft zu reparieren, wie sie in ihrem gleichnamigen Buch schreiben – denn in der Theorie sei die Marktwirtschaft eine noch unrealisierte, soziale Utopie (daher auch der Untertitel „Entwurf einer freiheitlichen, gerechten und nachhaltigen Utopie“). Sie loben den Grundgedanken einer leistungsgerechten und freien Ordnung mit Wettbewerb, und darin unterscheiden sie sich von manchen Wachstumskritikern. Oliver Richters und Andreas Siemoneit fordern kein neues System, sondern die Reparatur der marktwirtschaftlichen Ordnung, wodurch ihr Buch auf den ersten Blick weniger radikal daherkommt, aber bei näherer Betrachtung würden sie unser Wirtschaftssystem gründlich durchschütteln.

Das beträfe auch Bauen, Stadtwandel und Wohnen, die nur an einigen Stellen ausdrücklich erwähnt werden, etwa bei Mietsteigerungen und vor allem beim Bodenwert. Knifflig wird es, die wirtschaftspolitischen Aussagen auf den Stadtwandel zu übertragen, weil es beim Bauen nicht um ein übliches Konsumgut geht, sondern Weiterlesen

Wahrheit beginnt zu zweit: Helma Haselberger und Regina Meier vom Mietshäuser Syndikat

140 Hausprojekte, mit denen nie mehr spekuliert werden kann, und wo dreitausend Menschen beruhigt wohnen können: Das ist das Mietshäuser Syndikat. Wie es funktioniert, darüber sprechen Helma Haselberger und Regina Meier mit Daniel Fuhrhop:

Download (rechte Maustaste, je nach Browser (Ziel/Link) Speichern unter): WB2 Mietshäuser Syndikat

LINK Zum Mietshäuser Syndikat geht es hier.

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Foto Grether Hof

Die Grether Höfe in Freiburg sind das erste Projekt des Mietshäuser Syndikats und zugleich befindet sich dort ihr Büro. Foto: Daniel Fuhrhop.

Bauministerium lobt Umzugsprämien von 1,5 Milliarden Euro aus

Foto Umzugskisten

Kisten packen: Wer umzieht und sich verkleinert, erhält ab dem 1. April bis zu 15.000 Euro Umzugsprämie vom Bauministerium. Foto: Daniel Fuhrhop.

Der folgende Beitrag war ein Aprilscherz. Aber es wäre schön, wenn daraus Wirklichkeit würde – mehr dazu in den Büchern (Links unten).

Berlin, 1. April 2019: Wer sich verkleinert und damit Wohnraum für andere freimacht, erhält zukünftig eine Umzugsprämie von bis zu 15.000 Euro. Das erfuhr der Bauverbot-Blog aus gut informierten Kreisen des Bundesbauministeriums. Insgesamt stünden dafür 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung, so dass mindestens 100.000 Umzüge gefördert würden, vermutlich mehr, denn die Höhe der Förderung hänge vom freigemachten Wohnraum ab: wer sich um mindestens 25 Quadratmeter verkleinere, erhalte 5.000 Euro, ab 50 Quadratmeter Verkleinerung gebe es 10.000 Euro und wer 75 Quadratmeter und mehr freimache erhalte eine Umzugsprämie von 15.000 Euro. Sie werde unabhängig von den tatsächlichen Kosten des Umzugs gezahlt. Es stehe genug Geld zur Verfügung, um mindestens 7,5 Millionen Quadratmeter durch Umzüge freizuräumen, also würden umgerechnet etwa 100.000 Wohnungen entstehen. Damit sollen die Umzugsprämien einen Beitrag leisten, Wohnraummangel zu mindern.

Insider vermuten hinter dem Programm eine Initiative des scheidenden Staatssekretärs Gunter Adler. Es handele sich um eine Reaktion auf die peinliche Zwischenbilanz des Baukindergeldes: Als Programm für Wohnraum durch Neubau gestartet, kam vor kurzem heraus, dass von den bis 31.12. eingegangenen gut 56.000 Anträgen mit einem Zuschussvolumen von 1,17 Milliarden Euro 87,7 Prozent gar nicht in Neubau fließen und somit keinen Wohnraum schaffen. Stattdessen Weiterlesen

Stadtwandel-Rückblick 2018/19: Einfach anders wohnen… und das Bauen verbieten

Cover Bücher

Nach dem Innehalten Mitte 2018 habe ich das Jahresende verpasst, darum nun eine neue Gelegenheit: Vor einem Jahr erschien „Einfach anders wohnen„! Die erste Auflage lief gut, und zwar so gut, dass es dazu bald neue Nachrichten an dieser Stelle geben wird.

Auch die Presse reagierte gut und es erschienen innerhalb eines Jahres etwa fünfzig Berichte in Radio, Fernsehen, Fachzeitschrift und Zeitungen. Dabei gingen die Themen quer durch meine drei Bücher, mal war Wohnen im Vordergrund, mal ging es um die Alternativen zum Neubau, wie unlängst in der Badischen Zeitung. Alle Presseberichte samt Links finden sich hier.

Im Jahr 2018 habe ich dreißig Vorträge gehalten (oder Beiträge zu Podiumsdiskussionen und Workshops). Etwa zehn waren Weiterlesen

Daniel Fuhrhop im Frühjahr 2019 in Frankfurt, Heilbronn, Kamenz, Oldenburg, Potsdam, Rinteln und Stuttgart mit Besuchen in Brüssel und Hamburg

Foto Fuhrhop

„Verbietet das Bauen!“ – Veranstaltung in der Kongresshalle Augsburg, Foto: Eckhart Matthäus Fotografie.

Wer nicht regelmäßig auf meine Webseite schaut, für den die Erklärung, dass wegen der vielen Informationen dies hier allein der Blog ist mit – historisch bedingt – den Unterseiten für die Bücher „Verbietet das Bauen!“ und „Willkommensstadt“ – doch auf der Webseite findet sich alles zu aktuellen Presseberichten, zu meinen Texten und Fotos und zu aktuellen Terminen von Vorträgen. Und da stehen im Frühjahr 2019 wieder einige an:

  • einige wenige „klassische“ Vorträge in Heilbronn am 27. März und in Kamenz am 9. Mai,
  • dazu Vorträge auf Tagungen (Konferenz Postwachstumsstadt in Weimar am 10./11. Mai) oder, ähnlich angelegt, ein Kurzvortrag beim Stadt Forum Potsdam (Tagungsthema „wie hoch und dicht soll Potsdam bauen?“) am 11. April und ein Impulsvortrag zum Auftakt des Projektes „Umbau statt Zuwachs“ im Weserbergland (Rinteln 15. Mai).
  • Bei einem Workshop für Kommunen des Raumteiler-Programms Baden-Württemberg am 28. Mai in Stuttgart geht es um Marketing, und bei einer Podiumsdiskussion beim 1. KfW-DEN-GRE-Forum in Frankfurt am Main um energieeffizientes Bauen und Sanieren (oder auch um suffizientes Nichtbauen).
  • Der vielleicht ungewöhnlichste Termin ist eine Diskussion mit dem Schriftsteller Jan Brandt zu dessen neuem Buch „Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt“ (Oldenburg 18. Juni).

Außerdem besuchte ich soeben den internationalen Kongress homeshare international (in Deutschland das Modell „Wohnen für Hilfe“) am 21. und 22. März in Brüssel (zu diesem Thema an dieser Stelle beizeiten mehr), und fahre am 29. März nach Hamburg zur Tagung „Suffizientes Wohnen statt Flächenverbrauch“.

Alle Termine, Uhrzeiten, Orte und Details auf der Webseite. Dort sind auch Kontaktdaten für diejenigen, die mich für Vorträge einladen möchten.

Ausbauen und Aufstocken: das sündenfreie Bauen?

Dantebad Aufbauten

Früher ein Parkplatz, heute ein Parkplatz mit Wohnungen drüber: Am Dantebad in München. Foto: Daniel Fuhrhop.

Millionen Wohnungen könnten auf Supermärkten und über Parkplätzen gebaut werden, heißt es in einer neuen Studie des Pestel Instituts. Ist das Aufstocken von Gebäuden gutes, sündenfreies Bauen? Zweifellos ist es besser als andere Formen des Neubaus, und man kann eine lange Liste feiner Abstufungen erstellen vom bösesten Neubau zum freundlichsten Umbau. Ganz böse ist natürlich das Bauen auf der grünen Wiese, worüber sich so viele Menschen einig sind, dass es wundert, warum überhaupt noch darüber diskutiert wird. Aber derzeit wird rund um die Boomstädte sogar mehr als seit Jahrzehnten über den kompletten Neubau von Stadtvierteln vor der Stadt gesprochen, wie hier auf dem Bauverbot-Blog neulich anlässlich der Planungen für Freiburg und anderswo beschrieben. Und bei einem Bürgerentscheid wie in Freiburg ist es hilfreich, die „besseren“ Neubauten vorstellen zu können und zu zeigen, dass es nicht nur vor, sondern auch in den Städten Platz gibt.

Aber so richtig zufrieden macht das nicht, denn Weiterlesen

Wahrheit beginnt zu zweit: Fabian Paffendorf und der Blog CCL aktuell zum City Center Lüdenscheid

Ein Blog zu einem Shopping-Center, das es seit 27 Jahren nicht mehr gibt – und das überhaupt nur 14 Jahre existiert hat: Das ist „CCL aktuell“ über das City Center Lüdenscheid. Zu diesem Center (und weiteren monströsen Bauwerken) und seiner abstrusen Geschichte hören Sie hier ein Gespräch von Daniel Fuhrhop mit dem Journalisten und Blogbetreiber Fabian Paffendorf:

Download (rechte Maustaste, je nach Browser (Ziel/Link) Speichern unter): WB2 Paffendorf CCL aktuell

LINKS Zum CCL Blog geht es hier.
Im Gespräch erwähnten wir die ebenfalls Weiterlesen

Gruß an die Gallier in Freiburg und ein Leserbrief in der „Süddeutschen Zeitung“

Ganz Freiburg war für den Bau eines komplett neuen Stadtteils auf den Äckern und Wiesen von Dietenbach, aber Nein: vierzig Prozent stimmten dann doch dafür, die Felder frei zu lassen. Ein Gruß an die wackeren Gallier mit einem Verweis auf die einzige Fraktion, die im Gemeinderat auf Seiten der Kritiker stand, „Freiburg Lebenswert“ (in Fraktionsgemeinschaft mit „Für Freiburg“), die das Ergebnis des Bürgerentscheids konstruktiv kommentierten.

Unter den 39 Stimmbezirken war dann ausgerechnet im Vorzeige-Ökostadtteil Vauban das Ergebnis pro Neubau mit am deutlichsten, so wie insgesamt in den Stimmbezirken mit Grünen-Hochburgen am klarsten für das Bauen gestimmt wurde (Siehe Seite 13 im Berichtsband der Stadt Freiburg) – ähnlich wie bei FDP und Linken, eine erstaunliche Allianz.

Es war aber nicht so, dass „vor allem die AfD gegen das Bauprojekt ist“, wie es vor der Abstimmung in einem ansonsten differenzierten Artikel in der Süddeutschen Zeitung stand, schließlich ist die AfD nicht einmal im Gemeinderat vertreten – und diese unkorrekte Nachricht erboste mich so sehr, dass ich einen Leserbrief schrieb, der, wenn auch Weiterlesen

Sie wollen eine neue Stadt: Neubaupläne in Hamburg Oberbillwerder, im Nordwesten Frankfurts und anderswo vor dem Bürgerentscheid zu Freiburg-Dietenbach

Foto Oberbillwerder

Auf diesen Wiesen in Hamburg Oberbillwerder soll ein kompletter neuer Stadtteil gebaut werden.

Zum dritten Mal seit Erscheinen von „Verbietet das Bauen!“ 2015 komme ich zu einem Vortrag nach Freiburg, doch diesmal ist etwas anders – ging es beim letzten Mal noch um die Rettung des Mooswalds, in einer Veranstaltung mit über hundert aufgebrachten Menschen, von denen über zwanzig ihrem Ärger Luft machten, spielen die aktuellen Neubaupläne in einer anderen Dimension: Ein völlig neuer Stadtteil mit etwa 6.000 Wohnungen für 15.000 Menschen ist geplant. Er gehört zu mehreren aktuellen Planungen auf der „grünen Wiese“ vor den Städten wie Hamburg Oberbillwerder oder Frankfurts Nordwesten (siehe Liste mit den 10 größten Neubauprojekten unten), gigantische Neubaupläne, wie wir sie seit den 1960er und 1970er Jahren nicht erlebt haben. Weiterlesen

Wahrheit beginnt zu zweit: Julia Lindenthal, Österreichisches Ökologie-Institut, über reHABITAT und reHABITAT-ImmoCHECK+

Um den „Riesenberg an Ein- und Zweifamilienhäusern“ geht es im Gespräch mit Julia Lindenthal vom Österreichischen Ökologie-Institut über die Forschungsprojekte ReHABITAT und ReHABITAT-ImmoCHECK+, um die Möglichkeiten für Umbau und Umnutzung. Darüber spricht sie mit Daniel Fuhrhop, für die Aufnahme zu Gast im architekturforum Oberösterreich in Linz (anlässlich der Tagung Wohnen im Herbst):

Download (rechte Maustaste, je nach Browser (Ziel/Link) Speichern unter): WB2 Lindenthal rehabitat

LINKS
Auf der Webseite des Österreichischen Ökologie-Instituts finden sich mehr Informationen Weiterlesen

Beitrag im Buch „Immobilien für eine alternde Gesellschaft“

Buch und Preis

Vorn das Buch mit allen preisgekürten Texten, im Hintergrund mein erster Preis vom IREBS-Ideenpreis 2016.

Eine Buchsonderveröffentlichung der IREBS-Immobilienakademie versammelt die Preisträger der ersten fünf Jahre des IREBS-Ideenpreises „Immobilien für eine alternde Gesellschaft“. Bei diesem mit 5.000 Euro dotierten Essaywettbewerb konnte ich 2016 den ersten Preis belegen mit der Geschichte „Das Willkommensdorf – Wo Flüchtlinge wohnen und das Dorf lebendig wird“. Das Thema taucht im achten Kapitel des (nach dem Preis erschienenen) Buches „Willkommensstadt“ auf. Mehr zur Preisverleihung schrieb ich in diesem Beitrag, mehr zu Weiterlesen

Weihnachten die Stadt retten

Kö Bogen Center Düsseldorf

Die Rückseite entlarvt das wahre Gesicht der Shopping-Center, die sich für ihre Umgebung nicht interessieren, wie hier der Kö-Bogen. Foto: Daniel Fuhrhop.

Über Entscheidungen in der Weihnachtszeit erschien dieser Text von Daniel Fuhrhop am 3. Dezember in der Architekturkolumne der Westdeutschen Zeitung Düsseldorf. Mit den passenden Namen von Händlern und Handelsstraßen kann jeder den Text auf seine eigene Stadt übertragen.

Ein Klick im Online-Shop kommt einem harmlos vor, aber was daraus folgt, haben wir in Düsseldorf erlebt: Auch wegen Amazon & Co. hat erst das Modehaus Bornemeyer aufgegeben und dann das Schreibwarengeschäft Hennig. Was stattdessen entstand, haben nur wenige gesehen – Amazon ist keine Stadt, sondern baut gigantische Warenhallen. Eine davon steht in Werne im nordöstlichen Ruhrgebiet, sie ist zweihundert Meter breit und fünfhundert Meter lang und würde in Düsseldorf vom Carschhaus bis zum Carlsplatz reichen.

Vor einer anderen Gefahr für den klassischen Einzelhandel warnt ein prominenter Düsseldorfer: Weiterlesen

Ein Video zu „Schieflagen“: Wohnen, Mieten, Bauen

Eine neue Videoreihe zu gesellschaftlichen Schieflagen startet, und was würde sich besser anbieten, als mit dem Bauen, Wohnen und Mieten zu beginnen – dachten sich die Petra Kelly Stiftung und die Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik und starteten damit die Reihe auf Youtube. Erfreulicherweise stellen sie  nicht allein die Frage, wie bezahlbarer Wohnraum für alle zu schaffen ist, denn damit landen manche bei der Forderung nach mehr Bauwut, nur mit sozialeren Neubauten. Stattdessen beschäftigt sich der Film ebenso mit den Folgen des Bauens, mit Versiegelung, Zersiedelung und Flächenverbrauch, wozu sich Daniel Fuhrhop äußert. Hier das Video, entstanden in Zusammenarbeit mit MAB Production:

Parallel zum Film entstand ein Podcast mit dem kompletten Gespräch mit mir zu Bauen und Bauwut, regionaler Ungleichheit und Alternativen zum Neubau. Während es im Video fast nur um die Probleme geht, also um das, was schief läuft, dreht sich das Gespräch auch um Lösungen – zu hören auf Soundcloud.

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Wahrheit beginnt zu zweit in Leipzig: Corinna Scholz von HausHalten e.V. und Roman Grabolle vom Haus- und WagenRat e.V.

Der Podcast „Wahrheit beginnt zu zweit“ heute zu dritt: Es geht um Leerstand und Spekulation, Ausbauhäuser und Ausweichen ins Leipziger Umland im Gespräch von Daniel Fuhrhop mit Corinna Scholz vom HausHalten e.V. und Roman Grabolle vom Haus- und WagenRat e.V.:

Download (rechte Maustaste, je nach Browser (Ziel/Link) Speichern unter): WB2 Grabolle Scholz

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HausHalten e.V.                    Haus- und WagenRat e.V.
Beide Initiativen erwähnt der Ratgeber „Einfach anders wohnen“ auf Seite 90/91 beim Raumwunder 53 „Kollektivhäuser kaufen.“ Die Wächterhäuser beschreibt das Buch „Verbietet das Bauen!“ auf Seite 96 in Kapitel 7 „Leerstand füllen“; die Kollektivhäuser auf Seite 128 im Kapitel 10 „Mut zur Nähe“.

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Foto Haushalten-Haus

Das Büro von HausHalten e.V. befindet sich selbst in einem (ehemaligen) Wächterhaus. Foto: Daniel Fuhrhop.

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